Studium in den USA – Emilys Herzenswunsch für ein Studium an einer internationalen Hochschule hat sie nach South Carolina gebracht

Die Vorbereitungen, der Studienstart in den USA und ihre Erfahrungen an der internationalen Hochschule im ersten Semester

Emily Steinmeister stammt aus Nordrhein-Westfalen. Sie studiert mit Unterstützung unseres Universitätsstipendiums das Fach Communication am College of Charleston in South Carolina. Hier berichtet sie über ihre Erfahrungen.

Mein Studium in den USA: Wie alles begann

2017 war das Jahr der großen Veränderungen, das Jahr in dem mein Herzenswunsch Realität werden sollte. Es hat sich viel in meinem Leben verändert. Es fing ungewiss und voller neuer Aufgaben an. Anfang des Jahres steckte ich noch mitten im Abi-Stress. Während dessen habe ich mich um meinen Studienplatz, Bewerbungen und einen Termin beim Konsulat gekümmert. Wenn ich zurück blicke scheinen diese Dinge schon fast wie vergessen. In den letzten Monaten des Jahres, um genau zu sein seit August, ist enorm viel passiert und es scheint, dass all die Vorbereitungen schon weit hinter mir liegen.

Der Start meines ersten Semesters am College of Charleston

Das Studium am College of Charleston in South Carolina sollte im August 2017 starten. Die Eindrücke und Erfahrungen die ich seit dieser Zeit gesammelt habe sind für mich unersetzlich. Die Zeit kurz vor meinem Studienbeginn war aufregend, jedoch hat sich alles eher unrealistisch angefühlt. Ich wusste, dass ich bald nach Amerika ziehe um dort zu studieren, doch mein „Hier und Jetzt“ war in Deutschland. Ich wusste nicht genau was mich dort in Amerika erwartet.

Das hat sich alles geändert als ich im August meinen ersten Studientag hatte. Der Ort, meine Universität bekam ein Gesicht. Es war nicht mehr nur ein Name. Nach dem ersten Semester hier, ist das College of Charleston für mich ein Ort geworden an dem ich viel erlebt habe. Es gibt Leute, Momente und Gefühle die ich nun mit diesem Ort verbinde.

Aus meinem ersten Semester hier in Amerika nehme ich vor allem eines mit: Neue Freundschaften mit Amerikanern sowie anderen internationalen Studenten. Für mich ist es spannend so viele unterschiedliche, diverse Leute kennenzulernen. Ich glaube in meiner ganzen Zeit, zu Hause in Deutschland, habe ich nie so viele Menschen aus so unterschiedlichen Ecken der Welt kennengelernt. Wir sind alle hier, ob aus Deutschland, China, New York, Missouri oder aus Charleston. Wir haben alle ein gemeinsames Ziel: unser Studium hier am College of Charleston zu absolvieren.

Mein Studienort Charleston

Charleston ist eine Stadt mit einer beeindruckenden, wenn auch traurigen Geschichte. Ich habe vergangenes Semester viel über den Ort, an dem ich studiere, gelernt. Es sind geschätzt 40 Prozent aller Sklaven, die in Amerika angekommen sind, durch Charleston gereist. Allerdings kommt es mir manchmal so vor, dass hier viele Leute versuchen diese Vergangenheit zu vertuschen oder vielleicht auch zu negieren. Das sind Themen über die hier nicht gerne geredet wird. In einem meiner Kurse des mittlerweile zurückliegenden Semesters, haben wir genau darüber geredet. Über Themen die hier in Amerika, vor allem im Süden, gerne verschwiegen werden: Politik, Rassismus und Religion.

Zu Hause war ich immer gewohnt, über diese Themen offen zu reden. Deshalb kam es mir vermutlich überraschend vor, als ich erfuhr, dass man hier bei solchen Themen doch eher zurückhaltend ist. Charleston und die Universität wurden quasi durch Sklaverei erbaut. Doch man erfährt nur davon, wenn man den entsprechenden Kurs belegt. In meinem ersten Semester habe ich mehr über diese Themen gelernt als je zuvor.

Rückblick auf das erste Semester

Wenn ich an das Semester zurückdenke, kommen mir als erstes meine Freunde in den Sinn. Mein bester Freund, der acht Sprachen spricht, oder meine Kommilitonen mit denen ich so einige Nächte in der Bibliothek beim Lernen verbracht habe, Freunde die ich auf Ausflügen kennengelernt habe, in meinen Kursen, oder die ich durch die zahlreichen Clubs und Organisationen sowie Veranstaltungen hier auf dem Campus kennengelernt habe.

Für mich war dieses Semester noch eine andere Besonderheit. Ich wohnte nicht mehr zu Hause, sondern mehr als 4.000 Meilen entfernt. Das ist nicht mal eben eine Auto- oder Bahnfahrt entfernt. Hier in Charleston wohne ich in einem Studentenwohnheim, zusammen mit drei amerikanischen Mädchen auf engstem Raum. Das hat zu Beginn einige Unruhe bereitet, doch jetzt bin ich froh, dass ich auch diese „typisch amerikanische“ Erfahrung vom Studentenleben in den sogenannten „Dorms“ machen durfte. Das Leben auf dem Campus hat Höhen und Tiefen, auf jeden Fall kriegt man hier alles rund ums Studentenleben bestens mit.

Mein erstes Semester an einer Amerikanischen Universität ist nun auch schon wieder vorbei. Zum Glück habe ich die Möglichkeit noch 7 weitere Semester hier zu verbringen. Ich muss mich noch nicht verabschieden wie einige internationale Austauschstudenten, die ich hier kennengelernt habe.

Bis demnächst
Eure Emily

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