Internationale Hochschulen in den USA: Vorteile und Nachteile von Wohnheimen für Studenten

Für Studenten in den USA ist das Wohnheim auf dem Campus eine Alternative – Erfahrungen und Tipps zur Wahl der Unterkunft

Internationale Hochschulen in den USA: Das College of Charleston

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten bietet jungen Leuten aus der ganzen Welt vielfältige Chancen. Daher ist es kein Wunder, dass die USA für Deutsche auch als Studienort attraktiv sind. Eine oft gestellte Frage angehender Studenten ist: Wie kann ich meine Unterbringung gut und günstig gestalten? Die gemeinnützige Deutsche Stiftung Völkerverständigung fördert Studienaufenthalte in den USA und hat ihre aktuellen Stipendiaten befragt. Emily studiert am College of Charleston in South Carolina. Sie schildert hier Ihre Erfahrungen.

Emily hat ihr erstes Studienjahr im Studentenwohnheim gelebt

Ich wohne in einem Studentenwohnheim. Das Leben auf dem Campus hat Höhen und Tiefen, auf jeden Fall kriegt man hier alles rund ums Studentenleben bestens mit.  Nach kurzer Überlegung habe ich mich dazu entschlossen nächstes Semester nicht zurück ins Wohnheim zu ziehen, sondern eine Wohnung außerhalb des Campus zu mieten. Die Entscheidung fiel mir leicht, da das Leben in den Studentenwohnheimen nicht das einfachste und bequemste ist. Ich bin froh, dass ich diese typisch amerikanische Erfahrung machen durfte, doch freue mich schon sehr darauf in eine gut ausgestattete Wohnung mit Küche und eigenem Bad zu ziehen.

Das Leben im Studentenwohnheim ist nicht besonders bequem

Die Studentenwohnheime sind alt und oft wenig gepflegt. Man muss sich in vielen Fällen einen winzigen Raum mit anderen Studenten teilen. Dabei habe ich festgestellt, dass die Werte Sauberkeit und Rücksicht bei den Mitbewohnern nicht unbedingt an erster Stelle stehen. Dazu kommt, dass wir zwar einen Kühlschrank auf dem Zimmer hatten, jedoch keinen Herd oder Ofen. Das macht das Kochen und eine ausgewogene Ernährung schwer. Natürlich gibt es den „Meal Plan“, der einem Zutritt zu den Mensen verschafft. Das ist komfortabel, doch das Essen hält nicht immer, was es verspricht.

Der Zugang zum Studentenwohnheim ist kompliziert

Um Zutritt zum Studentenwohnheim zu erhalten gibt es bei mir nur einen Zugang. Hier muss man sich jedes Mal anmelden und man darf nicht mehr als drei Gäste dabei haben. Vor allem wenn gerade viel los ist, kann es schon mal etwas dauern bis man auf sein Zimmer kommt.

Eine weitere Herausforderung sind die Feueralarme im Studenten-Wohnheim

In dem Wohnheim in dem ich gelebt habe, hatten wir den Feueralarm mehrmals in der Woche. Wenn man Pech hat, steht man dabei gerade unter der Dusche oder ist mitten im Tiefschlaf. Egal in welcher ungünstigen Situation man sich gerade befindet, man muss das Gebäude verlassen und warten bis die Feuerwehr das Gebäude inspiziert hat. Und das kann dann schon mal etwas dauern. Vor allem, wenn dann mehrere hundert Studenten alle zur selben Zeit wieder ins Gebäude wollen und sich wieder anmelden müssen.

Natürlich gibt es auch viele Vorteile in so einem Studentenwohnheim zu leben

Man ist direkt vor Ort und hat es nicht weit zu seinen Kursen oder zur Bibliothek. Außerdem lernt man dort gut Leute kennen und ist in der Nähe von seinen Freunden. Nach meiner Einschätzung habe ich mehr Zeit bei meinen Freunden im Zimmer verbracht, als in meinem Eigenen. Das ist schon praktisch, wenn alle im selben Gebäude wohnen.

Der Umzug aus dem Wohnheim in eine Wohngemeinschaft

Trotzdem reicht mir das eine Jahr im Studentenwohnheim und ich freue mich auf meine neue WG. Nach einer Weile habe ich eine schöne Wohnung in einem Wohnkomplex gefunden. Der Weg zu meinen Kursen wird nun etwas länger sein, aber ansonsten ist die Lage gut. Ich habe nicht lange gewartet und meinen ersten Mietvertrag abgeschlossen.

Informationen zum Studieren an Internationalen Hochschulen in den USA

Die Stiftung Völkerverständigung bietet auf ihren bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen unabhängige Informationen zu Auslandsaufenthalten. Der Eintritt ist frei.

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